Action – Dramatik – Gold

Für Josef Hukelmann in der Funktion des Deutschen Langbahn Nationalteammanagers war es in der 14. Auflage der Langbahn Team WM – heutzutage Longtrack of Nations – erneut im Vorfeld eine Herausforderung. Nicht nur, dass der Modus mit (nach der Absage Schwedens) letztendlich 8 Nationen kurzfristig seitens der FIM noch einmal überarbeitet und neu erstellt werden musste, verringerte sich die Anzahl der Fahrer pro Team auch um 30%.

Schon bei der Nominierung rauchten die Köpfe, doch die Wahl fiel auf Erik Riss, Lukas Fienhage und Max Dilger als Reservist. Riss und unser NBM-Pilot Fienhage haben bereits Einzel-Gold in der Tasche und als Nation wollten sie sich unbedingt die Krone mit bisherigen 8 Goldmedaillen wieder zurück holen, da der letzte Titel aus 2017 war.

12.500 Vatertagsbesucher im Herxheimer Waldstadion sahen nicht nur 3 Nationen pro Heat, ein komplett neues Rennschema mit viel Schreibarbeit und Sachverstand zum neuen Austragungsmodus, sondern auch einen zum Ende hin wahrer Krimi, den Hitchcock nicht besser hätte schreiben können. Ausgerechnet der Franzose Mathieu Tresarrieu von der titelverteidigten Nation Frankreich sorgte auf der Ziellinie mit einer Zentimeterentscheidung um Gold und Silber zwischen Tschechien und Deutschland, zumal sein Kampfgeist fürs eigene Team keinen eigentlichen Nutzen mehr hatte.

Seine Entscheidung verlief zu Gunsten von Deutschland und somit durfte sich Lukas Fienhage nach dem ersten Team-Gold 2017, seinem Einzel-Gold in 2020 nun die Dritte WM-Goldmedaille umhängen lassen. Und unser NBM Chef Josef Hukelmann ist nun mit 9 WM-Titel der erfolgreichste Langbahn Team Manager.

Die NBM gratuliert von Herzen

Das Ergebnis im Heatschema by Baansportfansite.nl

Am Rande:

Übrigens standen die Brüder Stephane und Mathieu Tresarrieu seit der ersten Team WM 2007 in Morizes ausnahmslos im Starterfeld. Eine komplette Übersicht aller WM-Ergebnisse Gold – Silber – Bronze ist bei Wikipedia zusammengefasst